The Chedi Andermatt

Haben Sie schon von The Chedi Andermatt gehört? Nein?

OK: Ich auch nicht. Zumindest bis Februar, als mir eine Einladung für ein Wellness-Wochenende im Chedi ins Haus flatterte.

Lange Geschichte, kurz erzählt:

Eines Tages kam ein ägyptischer Millionär im verschlafenen Andermatt, Kreuzworträtselkanton Uri, vorbei und dachte sich: Oh prima, hier errichte ich ein schickes Luxusressort und wecke das Örtchen aus seinem Dornröschenschlaf. Nachdem er einige Zeit bei der örtlichen Bevölkerung Liebkind gemacht und ordentlich Käsefondue gegessen hatte, durfte er auch tatsächlich bauen und voilà – das Chedi ward geboren. Schlappe 300 Millionen Franken hat es gekostet – mit der geplanten Erneuerung der Lifte und dem Ausbau des Skigebietes hat es zwar noch nicht geklappt, aber hey, was nicht ist, wird sicher noch werden.

Wir liefen nach einer erbaulichen 1. Klasse-Zugfahrt (von Konstanz aus etwa 4 Stunden)  höchst gespannt in Andermatt ein und erfreuten uns an Schnee und strahlendem Sonnenschein:

The Chedi Andermatt

Das Chedi liegt direkt gegenüber vom Bahnhof und ist problemlos zu Fuß erreichbar. Von außen sieht es dank der Fassade aus Holzlamellen erstaunlich unauffällig aus – ich hätte nicht bemerkt, dass dort ein neu erbautes Luxushotel steht. Die Ferraris vor dem Eingang waren hingegen nicht zu übersehen 😉

The Chedi Andermatt

Die Lobby überforderte mich ein wenig: Ich habe in meinem Leben noch nie einen so großen, hohen, geschmackvoll designten und ausgiebigst belampten Empfangsbereich gesehen. Bis dahin dachte ich, dass mir Sterne-Hotels nicht fremd sind, aber das Chedi spielt wirklich in einer ganz anderen Liga. Hui!
Es folgten ein Handtüchlein für die Finger, Schlückchen Tee für die Nerven, Begrüßung durch den Hoteldirektor, Rundgang zur Orientierung und dann ging es in unser Wochenendrefugium.

Leider sind Fotos in öffentlichen Bereichen nicht erlaubt, aber hier ein paar Impressionen von unserem Zimmer:

The Chedi Andermatt The Chedi Andermatt The Chedi Andermatt

Alter Schwede 😉 Darauf erstmal ein Gläschen Champagner! (Die anti-alkoholischen Getränke in der Minibar sind übrigens inklusive.)
Das Zimmer hatte etwa 52 qm, einen großen Balkon mit Ausblick auf die Berge, einen kuscheligen Kamin, eine freistehende Badewanne und war einfach ex-qui-sit. Bedient wurde alles von Audio bis Beleuchtung mit einem iPad. Da lachte das technikaffine Twittererherz!

Am Abend nahmen wir noch die Bar unter die Lupe, die über eine höchst ansprechende Auswahl von Getränken verfügt – allein die Gin-Karte ist woooow! – und gingen einigermaßen früh ins Bett, um am nächsten Tag den Berg zu bezwingen…

Der Samstag begann mit dem Frühstücksbuffet, das bis 11 Uhr angeboten wird <3
Zuerst fand ich es etwas übersichtlich, aber es stellte sich heraus, dass man sich an zwei Theken zusätzlich bestellen kann, was das Herz eben so wünscht. Egal ob “Grüner Smoothie” oder “Spiegelei-Burger” – alles wurde zügig aus frischen, regionalen Zutaten zubereitet. Auch laktosefreie Milchprodukte waren kein Problem.

The Chedi Andermatt

Ein besonderes Highlight ist übrigens der 5 m hohe Käseturm:

The Chedi Andermatt

Da wir vom Skigebiet nicht überzeugt waren, beschlossen wir der Einfachkeit halber, rodeln zu gehen und suchten den sehr zuvorkommenden Skibutler 😉 auf. Der gab uns nicht nur zwei Chedi-Holzschlitten, sondern fuhr uns auch bis auf die Hälfte der Strecke, damit wir “ein bisschen üben könnten”. Wir übten und fuhren dann mit einem vorsintflutlichen Sessellift zum Gipfel. Hach!

The Chedi Andermatt The Chedi Andermatt

Wir haben zwar keine sportlichen Höchstleistungen verbracht, sondern mehr gesonnt & gequatscht, aber letztendlich kamen wir den Schlittenweg heil und mit hervorragenden Haltungsnoten herunter. Unterwegs haben wir auf der Piste sogar noch einen Junggesellenabschied mitgenommen 😉

The Chedi Andermatt

Für den Abend hatten wir ein Fondue im kleinen Chalet gebucht, das im Chedi neben der hauseigenen Schlittschuhbahn (!) zu finden ist. Dort haben etwa 20 Personen Platz und sowie Fondue (in Champagner- und Trüffel-Variante erhältlich) als auch Raclette werden frisch im Raum zubereitet. Ja, saugut hat’s geschmeckt – nur mein Magen hat es mir bis heute nicht verziehen…

The Chedi Andermatt

Tatsächlich kann man im kleinen Andermatt auch gut weggehen: Wir fanden einige nette Bars (z. B. die Pinte) und hatten ordentlich Après-Ski-Spaß. Man kann das Nachtleben nicht mit Ischgl vergleichen, aber für ein Wochenende reicht es allemal! Auch preislich sind die Getränke im Rahmen: Ein Bier kostet 4,50 sFr, ein Ramazotti 8 sFr. Wir waren’s zufrieden.

Am Sonntag checkten wir um 12:00 Uhr aus und verbrachten anschließend noch einige relaxte Stunden im Wellness-Bereich. Auch dieser war unbeschreiblich: Innen-Pool, Außen-Pool, asiatischer Wellness-Pool, Saunalandschaft… zur Begrüßung wurde ein Erdbeer-Smoothie gereicht und ausreichend Wasser mit Limette, Gurke oder Minze stand auch parat. Einfach perfekt für gestresste Seelen!

Zusammenfassend kann ich nur sagen: Das Chedi macht alles richtig. Der Service ist außergewöhnlich (so wurde mir beispielsweise jedes Mal, wenn ich mich hinsetzte, ein Höckerchen für meine Handtasche gebracht und vor dem Zubettgehen erscheint der Nachtservice zum Kissenaufschütteln…), das Hotel selbst ist sensationell schön und besonders bemerkenswert ist der geringe Altersdurchschnitt der Gäste: Sie waren alle im Bereich zwischen Mitte 30 und 50, was uns natürlich sehr entgegenkam.

Wenn ich auf hohem Niveau meckern möchte, so finde ich das Chedi etwas übertemperiert (und ich bin echt eine wandelnde Frostbeule!) und wir hätten uns unauffällige Wegweiser gewünscht – so haben wir uns in der Lobby mehrmals verlaufen und einige Bereiche wie die Sushibar oder die Whisky-/Raucherlounge habe ich noch nicht mal gefunden. Aber nu, irgendwas ist ja immer 😉 Ansonsten fallen mir nur Superlative ein.

The Chedi AndermattAlles in allem war es ein wundervolles, unvergessliches Wochenende. Wir bedanken uns allerherzlichst für die freundliche Einladung und kommen gerne wieder!

Auf Wiedersehen, Andermatt!

 


Dieser Betrag ist in Zusammenarbeit/Kooperation mit dem Chedi Andermatt entstanden. #sponsored


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