Gans

Es gab da diesen einen Abend, an dem ich mit allem bedient wurde, was ich nicht mag. Zum Beispiel: Einem Pärchenessen. What?!, sagte ich, nicht Dein Ernst…? Aber zu spät, denn da war ich schon angemeldet und der Einfachheit halber kümmerte ich mich nicht weiter darum, was da wohl auf mich zukommen sollte.

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Sonst hätte ich gewusst, dass vor dem Essen erstmal ein Spaziergang zum Burghof Wallhausen auf dem Plan stand. Genauer gesagt: Ein viertelstündiger strammer Marsch in Dunkelheit und Regen auf hohen Hacken, der besonders dadurch interessant wurde, dass niemand von uns beiden wusste, in welche Richtung wir eigentlich gehen sollten 😉 Es hatte was von Hänsel und Gretel allein im Wald, aber am Ende des Weges sahen wir tatsächlich Licht.

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Das Ambiente im Burghof entschädigte mich allerdings für den Gewaltmarsch: Ich liebe rustikale Locations mit Kronleuchter-Chi-Chi <3 Und da wir so gnadenlos zu spät kamen, waren die beiden großen Tische schon besetzt, so dass wir uns an einen kleineren verkrümeln konnten und dazu noch nette internationale Gesellschaft bekamen. Ich war zufrieden, bis…

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Tja. Sie ahnen es schon: Live-Tranchieren von Gänsen stand auf dem Programm. Hallelujah. Nicht optimal, wenn man wie ich Fleisch, das noch wie ein Tier aussieht und Knochen beeinhaltet, eher weniger gerne sieht. Aber da das Ambiente gar so nett war, trank ich ohne weiteren Kommentar meinen Wein, wartete, bis die Gans nicht mehr gans so sehr nach Gans aussah (was ein Wortspiel…) und machte mich dann erst über das Buffet her.

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Und was soll ich sagen: Es war hervorragend. Ich habe mir sogar ein zweites Mal geholt, was für mich eher ungewöhnlich ist. Draußen gab es noch ein Lagerfeuer, drinnen Glühwein – alles in allem ein äußerst gelungener Ausflug an einem kalten und regnerischen Novemberabend. Ich kann den Burghof Wallhausen nur empfehlen!

 



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