Zzysh

Sie kennen das: Da möchte man entspannt ein Glas Champagner trinken, während man das abendliche Schönheitsprogramm abschließt, und dann ist die Flasche natürlich noch nicht leer. Was also tun, damit das Tröpfchen auch am nächsten Tag schön perlt: Einen Löffel in die Flasche? Eine Traube? Oder einfach doch die Flasche austrinken?

Die Lösung für alle Champagnerliebhaber heißt Zzysh. (Und wer hat’s erfunden? Die Schweizer! )

Zzysh ist ein System, mit dem man mittels Gaskartuschen geöffnete Sekt-, Wein-, oder Champagnerflaschen wiederverschließen kann. Das musste ich natürlich unbedingt testen, aber tatsächlich traute ich mich erstmal nicht wirklich ran, da es sich für mich doch eher kompliziert anhörte. Schließlich entschied ich mich, einen Testlauf mit dem Comte d’Aulone zu starten, den ich seit längerem im Kühlschrank beherbergte.

Diana von Küchenflug machte mich darauf aufmerksam, dass dies der „Kaufland“-Champagner ist.  Tatsächlich ist der Comte d’Aulone ein sehr guter Champagner (Test Wein + Markt), wenn er für meinen Geschmack auch ein bissl zu holzig schmeckt. Trotzdem auf jeden Fall eine Empfehlung, wenn man einen günstigen Champagner ausprobieren möchte – oder mit neumodischem Kram nicht viel ruinieren will 😉

Zzysh besteht aus einem Handstück, in das man die Kartusche einschraubt und einem Verschluß. Anschließend drückt man den Gummipropfen des Verschlusses in die Flasche, drückt die Bügel herunter, presst den Verschluß leicht auf die Flasche und setzt das Handstück so an, dass durch einige Sekunden Druck das Gas mit einem Zzysh in die Flasche strömt und eine Schutzatmosphäre herstellt, so dass der Champagner wieder neu verschlossen ist:

Mein erster Versuch war nicht ganz so glorreich – ich ging davon aus, dass man durch irgendein Geräusch signalisiert bekommt, wenn genug Gas in der Flasche ist. Wohl nicht 🙁 Egal, der Verschluß schien zu sitzen – neugierig klappte ich die Bügel hoch, damit die ganze Geschichte rund aussieht – und schwupps, flog mir das Teil mit Karacho um die Ohren. Nun ja *hüstel.

Beim 2. Versuch ging ich dann einfach mit viel Gottvertrauen davon aus, dass alles sitzt, passt, wackelt und Luft hat. Und tatsächlich: Beim Öffnen der Flasche am nächsten Tag ploppte es ordentlich und der Champagner schmeckte wie neu geöffnet. Dafür also alle Daumen hoch!

Obwohl ich von dem System an sich voll überzeugt bin und es auch sehr wertig und edel aussieht, hätte ich zwei Dinge zu bemängeln:

Schade, dass im Starterset nur eine Kartusche dabei ist. Günstig ist der Spass nicht (89, 90 €) und durch meinen ersten Fehlversuch dürfte die erste Kartusche schon fast leer sein. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es an mir liegt oder ob man wirklich „nach Gefühl“ ein paar Sekunden das Gas in die Flasche lässt. Ein Signal „Fertig“ wäre schon fein!
Ansonsten: Tolles Gadget für alle Champagner-Fans.

Erhältlich ist Zzysh hier: zzysh Champagnerstarterset*


*Affiliate Link
Von meinen riesigen Umsätzen kaufe ich mir ein Ticket in die Karibik und komme nie wieder.

Sharing is caring!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.