Mallorca Palma Bay Club Resort

Gut, ein Pauschalurlaub in S’Arenal am Ballermann war nicht mein Traum. Ich dachte eigentlich an den wundervollen Robinson Club Cala Serena, aber der war ausgebucht – und ich so platt, dass ich mich zu allem einverstanden erklärt hätte 😉 Auch zu einem Billigurlaub, gebucht über check24.de.

Was ich bei der Buchung nicht ganz „gecheckt“ habe: Die Hotelanlage Palma Bay Club Resort ist schön, hat aber für Budget-Touristen 3 Hotels namens Gobi, Nubia und Sahara in Seitenstraßen dazu gekauft – ich nehme mal an, um den Profit zu optimieren. Abgesehen davon, dass diese 3 Hotels nicht im Ressort selbst sind, sind sie auch sehr – na ja. Alt, abgewohnt, dreckig.

Ich fiel jedenfalls beim ersten Anblick des Zimmers fast in Ohnmacht, und ich bin echt nicht pingelig: Das Zimmer war winzig und ich wusste noch nicht mal, wo wir unsere Koffer auspacken sollten. Der Fernseher hatte die Größe einer Briefmarke. Das Bad war incl. allem etwa 1 qm groß und wenn man auf die Toilette wollte, musste man sich zwischen Wand und Dusche quetschen. Wäh. Vor allem, da alles furchtbar schmutzig war. (Glücklicherweise war das Licht im Bad so schlecht, dass man nicht das ganze Grauen sah.)
Aber ein Blick auf die Matratze – OMG! Ich machte „örks“ und mich daraufhin auf den Weg zur Rezeption.

Deswegen Tipp 1: SOFORT nach der Ankunft das Zimmer im Fall reklamieren – es bringt nichts, sich lange zu ärgern.

Tatsächlich durften wir am nächsten Tag gegen einen Aufpreis vom 10 € pro Person und Nacht ein Zimmer innerhalb des Ressorts im Gebäude Hawaii beziehen und waren glücklich, denn dieses war wesentlich größer, hatte Meeresblick und ein formidables Bad. Einige Kleinigkeiten waren nicht ganz ok, aber darüber sahen wir großzügig hinweg.

Mit dem neuen Zimmer bekamen wir auch einen neuen Speisesaal zugewiesen. OK? Denn im Gegensatz zu vielen schlechten Bewertungen auf einschlägigen Portalen, hatte ich auch an dem Essen im Budget-Speisesaal nicht auszusetzen: Es gab ein großes Büffet mit frischen Sachen.
Im Upper-Class-Modell gab es zusätzlich noch Live-Cooking, aber im Großen und Ganzen dasselbe zu essen: Eine Auswahl Salate, Pasta, Gemüse, Paella, Fisch, Fleisch, Obst, Nachtisch… ich fand’s super, obwohl ich da eigentlich eher kleinlich bin.

Tipp 2: Bei dem Buffet nicht alles durcheinander und im Übermaß spachteln. Vor allem der Fisch ist eine gute Sache, da er frisch ist und im besten Fall „live“ zubereitet wird. Der ganze frittierte Kram – nun, muss ja nicht immer sein. Es gibt auch Obst – und bei All-In bald wieder was 😉 Zum Beispiel Snacks ab 12:00, was DIY-Burger bedeutete – und die waren richtig lecker.

Ich habe tatsächlich vergnügt von früh bis spät gegessen und auch getrunken – die Long Drinks kamen nämlich nicht aus dem Automaten, sondern wurden frisch eingeschenkt, und auch der Tischwein sagte mir zu. Schade nur, dass vor jeder Bar eine lange Schlange war…

Tipp 3: In Plastikbechern kann man Getränke aus dem Speisesaal mit aufs Zimmer nehmen und gemütlich auf dem Balkon trinken. Außerdem gibt es auf dem Gelände einen kleinen Supermarkt, der 24 Stunden geöffnet hat – prima, wenn man mitten in der Nacht heimkommt.

Tipp 4: All-In bedeutet nicht, dass man immer im Hotel essen muss. In der Nähe vom Palma Bay Club Resort gibt es beispielsweise eine hervorragende, authentische Tapas-Bar. Yummie! Einer der besten Abende, die ich je hatte – auch kulinarisch besehen.

Die 4 (oder 5?) Pools auf verschiedenen Ebenen im Ressort sind super. Nichts zu bemängeln! Der Weg zum Strand jedoch – er ist relativ weit (10 Minuten) und steil. Heraus kommt man am Ballermann 2, und dort würde ich mich nicht unbedingt niederlassen. Die Geräuschkulisse ist einfach zu hoch.

Tipp 5: Es lohnt sich, noch ein Stück weiter zum Ballermann 4 zu gehen. Dort ist es ruhiger und die Bar ist genial.

Eine große Überraschung fanden wir am 3. Tag vor: Einen Brief vom Management, unter der Tür durchgeschoben…

„Orrr“, machte ich. Und dachte bei mir: da steht wohl wieder ein Umzug an! Wir hatten Sorge, dass das Hotel überbucht war und wir unsere schicke Residenz wieder verlassen müssten. Oder dass wir uns daneben benommen hatten… man weiß ja nie!

Tatsächlich wurden wir zu einem ausgesprochen netten Gespräch mit der Hotelmanagerin Maria beordert, die uns fragte, ob nun alles recht sei? Und was man denn noch besser machen könne? Okee! Wir gaben noch ein paar kleine Beschwerden durch und als wir am Abend vom Strand zurückkamen, war der Kleiderschrank repariert und die Toilette auf Hochglanz poliert 🙂

Maria war auch weiterhin sehr bemüht, dass wir uns wohlfühlen und allein für dieses Krisenmanagement hat das Hotel einige Sterne verdient!

Fazit: Für den Preis (ich glaube , für eine Woche All-In habe ich mit Upgrade 440 EUR bezahlt, incl. Transfer, Flügen und Zug zum Flug) kann man echt nicht maulen. Ich war zufrieden. Allerdings werde ich wahrscheinlich nicht so schnell wiederkommen, denn der Weg zum Strand und zum Nachtleben war mir doch einen Tick zu beschwerlich. Stichwort: High Heels. Aber dafür kann das Hotel nun wirklich nichts und ansonsten hatten wir dort einen sehr angenehmen und ruhigen Aufenthalt.

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